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Wirklich neun Leben?

Katzen haben neun Leben - so sagt zumindest der Volksmund. Leider scheinen sich auch einige Katzenhalter hin und wieder auf diese Binsenweisheit zu berufen und nutzen sie als Entschuldigung, nicht den Tierarzt aufzusuchen, wenn die Katze krank wird. "Ach, die wird schon wieder!" hört man dann oft, "Eine Katze verfügt doch über sooo gute Selbstheilungskräfte!"

Bitte führen Sie sich vor Augen, dass eine Katze genauso verwundbar und sterblich ist wie jedes andere Lebewesen und dass der rechtzeitige Gang zum Tierarzt Leben retten kann - oder zumindest dafür sorgt, dass der Heilungsprozess schneller und umkomplizierter verläuft.

Leider gibt es auch bei Katzen zahlreiche Erkrankungen, und einige von ihnen können lebensbedrohlich werden. Erschwerend kommt bei Katzen hinzu, dass sie möglichst lange versuchen, ihr Unwohlsein zu verbergen. Dies hat die Natur so eingerichtet, um sie in freier Wildbahn nicht verwundbar erscheinen zu lassen. Wenn sich eine Katze auffällig krank verhält, kann man davon ausgehen, dass ihre Erkrankung bereits sehr weit fortgeschritten ist. Wir müssen also auf kleinste Veränderungen im Verhalten und Aussehen der Katze achten. Wenn uns etwas merkwürdig vorkommt, ist es meiner Ansicht nach besser, lieber ein mal zu viel als ein mal zu wenig zum Tierarzt zu gehen.

Häufige Erkrankungen bei Katzen, die tierärztliche Hilfe erfordern:

Vorweg möchte ich betonen, dass ich selbst keine veterinärmedizinische Ausbildung habe. Das hier weitergegebene Wissen basiert entweder auf eigenen Erfahrungen bzw. aus Gesprächen mit anderen Katzenfreunden und Tierärzten, oder ich habe es auf themenspezifischen Seiten im Internet erworben.

Viruserkrankungen Tumoren Harnwegs- und Nierenerkrankungen Herzerkrankungen
Diabetes mellitus Parasitenbefall sonstige Erkrankungen Unfälle



Virus-Erkrankungen

Katzen sind leider recht anfällig für verschiedene Viruserkrankungen wie z. B. Leukose, FIP, Katzenseuche etc. Diese Erkrankungen gehören zu den häufigsten Todesursachen bei Katzen. Aus diesem Grund ist es unerlässlich, Ihre Katze regelmäßig impfen zu lassen. Näheres zu diesem Thema erfahren Sie im Kapitel Muss ich meine Katze impfen lassen?.


Tumoren

Katzen sind - ähnlich wie auch Menschen und Hunde - leider auch sehr anfällig gegenüber Tumorerkrankungen. Rein statistisch gesehen treten Tumoren zwar bei Hunden etwas häufiger auf als bei Katzen, jedoch sind bei letzteren die Prognosen etwas ungünstiger, da es sich bei Katzen häufiger um maligne Tumorarten handelt, also Krebs. Deswegen sollte der Tierarzt beim kleinsten Verdacht zu Rate gezogen werden.

Tumoren können theoretisch an jeder Stelle des Körpers auftreten, einige von ihnen - wie beispielsweise Tumoren der inneren Organe - sind daher nur schwer auszumachen. Deswegen gehört zum jährlichen Check-up beim Tierarzt auch immer ein gründliches Abtasten des Bauchs. Einige Anzeichen, wie etwa anhaltende Durchfälle bzw. Verstopfung sowie Appetitlosigkeit und häufiges Erbrechen können auf eine Krebserkrankung hinweisen und sind daher ernstzunehmen und abzuklären. Auch spürbare Verdickungen und Knoten, die unter der Haut und im Fettgewebe ertastet werden, müssen tierärztlich untersucht werden.

Durch Kastration verhindert man bei der weiblichen Katze die Bildung von Eierstock- bzw. Gebährmutterkrebs, einer recht häufig auftretenden Krebsart, vor allem bei älteren Katzen. Kastration vor der ersten Rolligkeit vermindert zudem das Risiko von Gesäugetumoren.

Katzen, vor allem solche mit hellem Fell, die sich häufig in der Sonne aufhalten, laufen Gefahr, an einem sogenannten Plattenepithelkarzinom zu erkranken. Diese äußerst aggressive Krebsart befällt die Ohrmuscheln der Katze (begünstigt durch Sonnenbrand) oder tritt im Gesicht oder auch in in der Mundhöhle auf. Diese Krebsart ähnelt äußerlich zunächst einer blutigen Verletzung, weswegen viele Halter hier erst mal gar nicht Krebs denken.

Vielfach diskutiert werden in jüngster Zeit sogenannte Impfsarkome, d. h. Fibrosarkome, die durch Injektionen ausgelöst werden. Vor allem die Leukose- und die Tollwutimpfung werden hiermit in Zusammenhang gebracht (lesen Sie bitte auch hierzu: Muss ich meine Katze impfen lassen?).

Übrigens: Eine US-Studie der Tufts Universität in Cambridge, Massachusetts besagt, dass auch für Katzen das Krebsrisiko durch Passivrauchen steigt! Das Risiko, an einem Lymphom zu erkranken, steigt bei Katzen, die in Raucherhaushalten leben, um ein vierfaches. Katzen sind deswegen so gefährdet, weil sich die Toxine, die beim Rauchen in die Luft abgegeben werden, in ihrem Fell ansammeln und von der Katze bei der Fellpflege aufgenommen werden. Also - wenn das jetzt kein guter Grund ist, das Rauchen aufzugeben?!


Harnwegs- und Nierenerkrankungen

Blase, Harnwege und Nieren sind die Schwachstellen vieler Katzen. Katzen, die ein hohes Lebensalter erreichen, sterben häufig an Nierenversagen. Die Nieren stellen allmählich ihre Arbeit ein, so dass Abfall- und Giftstoffe nicht mehr in aureichendem Maße aus dem Blut gefiltert werden können, und es kommt früher oder später zum Organversagen. Gewichtsverlust, häufiges Erbrechen, starker Durst und häufiges Wasserlassen können Anzeichen eines Nierenversagens sein. Auf der Website felinecrf.info wurde sehr umfassendes und fundiertes Wissen zu diesem Thema zusammengetragen und ich kann einen Besuch dort sehr empfehlen, sollte die eigene Katze von chronischer Niereninsuffizienz betroffen sein. Im übrigen ist chronisches Nierenversagen nicht zwangsläufig ein sofortiges Todesurteil. Eine meiner beiden Katzen erkrankte 2015 daran; es ging damals rapide bergab und es ging ihr wirklich schlecht. Aber mit täglichen NaCl-Infusionen, Nierendiät und entsprechenden Medikamenten erholte sie sich wieder, und auch jetzt, mehr als zwei Jahre später, geht es ihr unter fortlaufender Behandlung noch gut.

Auch bei jüngeren Katzen kann Nierenversagen auftreten, sowohl in der chronischen Verlaufsform als auch zum Beispiel akut durch Vergiftungen (näheres unter Gefahren im Haushalt).

Auch Blasenentzündungen sind bei Katzen nicht selten. Wenn eine Katze anfängt, unsauber zu werden, sollte man sie auf jeden Fall auf einen Harnwegsinfekt untersuchen lassen (siehe auch Unsauberkeit - nur Trotz?). Häufiges Absetzen von nur kleinen Urinmengen ist ein weiteres Anzeichen hierfür. Harnwegserkrankungen sollten umgehend vom Tierarzt behandelt werden, da diese chronisch werden können. Erst wenn man sicher ist, dass kein Harnwegsinfekt vorliegt, kann man die Unsauberkeit als Verhaltensproblem angehen.

Ein weiteres ziemlich häufig auftretendes Problem ist die Bildung von schmerzhaftem und entzündungsförderndem Harngrieß, aus dem sich Blasensteine (Struvit- bzw. Calcium-Oxalatsteine) entwickeln können. Diese können zu einer vollständigen Blockade der Harnröhre führen - ein lebensbedrohlicher Zustand, bei dem es entscheidend ist, dass innerhalb der ersten 24 Stunden gehandelt wird! Wenn die Katze vergeblich und wiederholt versucht, Urin abzusetzen, dabei ggf. noch schreit oder durch Unruhe bzw. Apathie auffällt, sofort zum Tierarzt! Vor allem Kater sind hier aufgrund ihrer längeren Harnröhre den Kätzinnen gegenüber im Nachteil. Mit speziellen Diäten, die den pH-Wert in der Harnblase verändern, kann der Bildung von Harngrieß entgegengewirkt werden. Im Falle eines Falles besteht bei Operationen eine gute Erfolgsprognose, sofern diese rechtzeitig erfolgt.


Herzerkrankungen

Herzerkrankungen bei Katzen sind nicht so selten, wie noch vor einigen Jahren angenommen! Übergewicht, wie es vor allem bei Wohnungskatzen vorkommt, ist hierbei als ein Risikofaktor anzusehen. Man unterscheidet angeborene Herzerkrankungen wie Klappendefekte oder erworbene, wie beispielsweise Herzmuskelschwäche oder -vergrößerungen (Kardiomyopathie), die auch zu Wasseransammlungen im Thorax führen können. Auch hier gilt, dass man der Katze meist erst dann etwas anmerkt, wenn die Krankheit schon weit fortgeschritten ist. Rasches Ermüden, nachlassende Spielfreude, Hecheln oder Husten nach Anstrengung, schnelle Atmung, bläuliche Schleimhäute aber auch häufiges Erbrechen und starkes Wasserlassen können Symptome sein, die auf eine Herzerkrankung hindeuten. Um welche Art von Erkrankung es sich handelt, kann nur der Tierarzt feststellen. Meiner Ansicht nach sollte ein Katzenherz regelmäßig - d. h. mindestens einmal jährlich - vom Tierarzt "abgehorcht" werden, da eine Veränderungen am Herzen nur so rechtzeitig erkannt und ggf. behandelt werden kann.

Sehr gute und detailierte Informationen zu Herzerkrankungen bei Katzen bietet übrigens die Internetseite der Abteilung für Tierkardiologie der Ludwig-Maximilians-Universität in München.


Diabetes mellitus

Diabetes mellitus, also die "Zuckerkrankheit", kann ebenso durch Übergewicht begünstigt werden. Durch eine Blutuntersuchung wird der Tierarzt die Erkrankung feststellen. Für eine an Diabetes erkrankte Katze bedeutet dies nicht zwangsläufig das Todesurteil. Durch Insulingaben und eine angepasste Diät kann dem Tier häufig ein normales Leben ermöglicht werden.

Symptome, die auf einen Diabetes hinweisen können, sind unstillbarer Durst, ständiger Hunger, häufiges Wasserlassen, Gewichtsabnahme, später auch Erbrechen. Umfassende Informationen zum Thema "Diabetes bei Katzen"" gibt's bei www.katzendiabetes.info.


Parasitenbefall

Flöhe, Zecken, Milben, Würmer verschiedenster Art ... Sie alle können Ihre Katze quälen! Dabei handelt es sich hierbei nicht nur um reine Plagegeister - nein, unbehandelt können sich aus Parasitenbefall ernsthafte gesundheitliche Probleme entwickeln. Es sollte daher eine sofortige Behandlung erfolgen.

Bei Flohbefall wird der Mensch vermutlich unverzüglich handeln: Wer will schon eine flohverseuchte Wohnung?! Ständiges Kratzen und Lecken, sowie schwarze Pünktchen im Fell (Flohkot) sind Hinweise auf Flöhe. Bei sehr starkem Flohbefall kann es gelegentlich zu einer Blutarmut kommen. Beim Tierarzt bekommen Sie wirkungsvolle Präparate gegen Flöhe. Übrigens: Es ist ein Irrtum, dass Tierflöhe ausschließlich Tiere als Wirt akzeptieren. Das musste schon mancher Katzenhalter am eigenen Leib erfahren ...

Freilaufende Katzen werden im Sommer häufig von Zecken (Holzböcken) geplagt! Zwar ist - anders als bei Mensch und Hund - über die Gefahr einer Lyme-Borreliose bei Katzen wenig bekannt, aber dennoch schwächt starker Zeckenbefall das Immunsystem und es können Entzündungen sowie Blutarmut auftreten. Freigänger sollten regelmäßig auf Zecken untersucht und von diesen befreit werden. Zusätzlich gibt es Mittel, die die Katze vor Zeckenbissen schützen sollen.

An dieser Stelle jedoch noch eine dringende Warnung: Bitte behandeln Sie niemals Ihre Katze mit Floh- und Zeckenmitteln, die für Hunde gedacht sind, denn dies kann für die Katze tödlich enden! Der Wirkstoff Permethrin, der in Spot on-Präparaten für Hunde oftmals in einer hohen Konzentration enthalten ist, wird von Katzen nicht vertragen, da diesen das entsprechende Enzym fehlt, um den Wirkstoff zu abzubauen. Bitten wenden Sie sich im Zweifelsfall an ihren Tierarzt und lassen Sie sich dort beraten, welche Mittel für Ihre Katze geeignet sind.

Oft werden Katzen von Ohrmilben befallen. Sie merken es daran, dass die Katze sich häufig am Ohr kratzt oder heftig den Kopf schüttelt. Zusätzlich wird ein übelriechendes dunkelbraunes Sekret abgesondert. Ohrmilben müssen auf jeden Fall medikamentös behandelt werden, da dieses Sekret sowie durch die Milben verursachten Verkrustungen einen Pfropf im Gehörgang bilden können und es so zu einer Beeinträchtigung des Hörvermögens kommen kann.

Spulwürmer, Rundwürmer, Hakenwürmer, Bandwürmer - praktisch jedes Kätzchen ist von Geburt an über die Muttermilch von Würmern befallen. Hauptsächlich über Beutetiere aufgenommen, entwickeln sich die Larven im Lungengewebe der Katze und wandern nach dem Schlüpfen in den Darm, wo sie als ausgewachsene Würmer Eier produzieren, die von der Katze über den Kot ausgeschieden werden. Diese Eier sind in der Umwelt sehr langlebig und können auch an Schuhen in die Wohnung gelangen. Deswegen sind auch reine Wohnungskatzen, die keine Mäuse fressen, vor Würmern nie ganz sicher und sollten regelmäßig entwurmt werden (dieser Aspekt scheint in verschiedenen Teilen der Welt übrigens unterschiedlich gehandhabt zu werden: Während deutsche Tierärzte in der Regel ein bis zweimal pro Jahr eine Wurmkur empfehlen - bei Katzen, die nach draußen gehen, oft noch häufiger -, wird in den USA die Katze zunächst auf Würmer getestet und nur bei Bedarf behandelt). Übrigens sollte man auch auf das Füttern von rohem Fleisch verzichten, da auch dieses Wurmeier enthalten kann.

Meist sieht man der Katze den Wurmbefall nicht an, jedoch treten bei sehr starkem Befall Symptome auf wie Abmagerung, Verdauungsstörungen, Erbrechen, und - bei Befall des Lungengewebes - Husten und Keuchen. Gelegentlich findet man auch Würmer im Kot oder im Erbrochenen der Katze. Ein typisches Phänomen sind "Reiskörner" im Kot oder am After. Auch ein unsauberer After kann erste Hinweise geben. Starker Wurmbefall schwächt immens das Immunsystem des Tieres und macht es anfällig für weitere Erkrankungen.

Entwurmung bzw. die Untersuchung einer Stuhlprobe auf Wurmbefall ist daher Pflichtprogramm für verantwortungsvolle Katzeneltern. Über die Zeitabstände zwischen den einzelnen Wurmkuren gibt es im Internet stark voneinander abweichende Angaben. Sprechen Sie daher am besten mit Ihrem Tierarzt darüber, wie oft er derartige Maßnahmen bei Ihrer Katze für ratsam hält.


Sonstige Erkrankungen

Die hier aufgeführten Katzenkrankheiten gehören zu den häufigsten und gefährlichsten, aber natürlich gibt es noch zahlreiche weitere, auf die hier nicht im einzelnen eingegangen werden kann. Wie wir Menschen erkranken auch Katzen zum Beipsiel an Erkältungen, Mandelentzündungen und Magen-/Darminfekten. Auch diese gehören in tierärztliche Behandlung.

Zu den routinemäßigen Untersuchungen beim Tierarzt gehört außerdem auch die jährliche Gebisskontrolle. Zahnstein ist ein häufiges Problem bei Katzen, vor allem bei solchen, die überwiegend Dosenfutter fressen. Zahnstein führt nicht nur zu schmerzhaften Zahnfleischentzündungen und zum vorzeitigen Verlust der Zähne, er begünstigt auch Herz- und Nierenerkrankungen und sollte daher bei Bedarf entfernt werden. Dies geschieht unter Narkose.

Erbrechen kommt bei einigen Katzen recht häufig vor. Wenn eine Katze gelegentlich ihr Futter oder Flüssigkeit erbricht, ansonsten aber keine Verhaltensänderung zeigt, ebenso viel spielt wie sonst und auch wieder Appetit hat, ist dies zunächst kein Grund zur Besorgnis. Wenn das Erbrechen aber anhält und weitere Symptome dazukommen, muss sie zum Tierarzt, damit dieser feststellen kann, was dahinter steckt. Viele Katzen erbrechen abgeschluckte Haare, die sich im Magen angesammelt haben, das Knabbern an Katzengras hilft ihnen, diese Haarbälle von sich zu geben. Hat die Katze Schwierigkeiten, die Haare loszuwerden, besteht die Gefahr, dass sie den Magenausgang/Darm blockieren. Wenn Sie bemerken, dass Ihre Katze Schwierigkeiten beim Auswürgen der Haarknäuel hat, kann zusätzlich eine Malzpaste gegeben werden, welche sie gleitfähiger macht bzw. deren Bildung verhindert.

Häufiger Durchfall muss ebenfalls als Alarmzeichen angesehen werden. Der Stuhl des Tieres sollte zunächst im Labor untersucht werden. So kann festgestellt werden, ob zum Beispiel ein Bakterien- oder Parasitenbefall im Darm die Ursache sein kann.

Auch Verstopfung ist ernstzunehmen. Möglicherweise liegt eine Blockade des Darms vor (Tumor, Haarknäuel, verschluckter Gegenstand), die lebensbedrohlich werden kann.

Insgesamt gilt, dass jede Veränderung im Verhalten oder im Aussehen der Katze als verdächtig angesehen werden muss. Es kann eine harmlose Geschichte bzw. eine psychische Komponente als Auslöser dahinterstecken, aber nur ein Tierarzt kann hier eine sichere Diagnose stellen.


Unfälle

Neben Krankheiten können auch Unfälle das Leben einer Katze bedrohen. Es ist leider nicht so, dass sie immer instinktiv weiß, was sie zu tun und zu lassen hat; gerade jungen Katzen fehlt oft die nötige Lebenserfahrung, um einzuschätzen, was gefährlich werden kann (Lesen Sie hierzu auch Gefahren im Haushalt).

Wenn Sie den Verdacht haben, dass die Katze eine giftige Substanz gefressen oder einen Gegenstand verschluckt hat, suchen Sie bitte umgehend den Tierarzt auf. Gleiches gilt, wenn die Katze verunglückt ist, zum Beispiel angefahren wurde oder gestürzt ist - selbst, wenn sie scheinbar keine Verletzungen aufweist. Ob es zu inneren Verletzungen gekommen ist, kann nur der Tierarzt feststellen. Obendrein besteht die Gefahr eines Schocks. Dieser kann nach Unfällen, aber auch infolge starken Blutverlustes (auch durch innere Blutungen!) oder Dehydrierung auftreten. Unter Schock atmet die Katze schnell und flach, die Pfoten werden kalt und das Zahnfleisch ist blass. Die Katze sollte warm und ruhig gehalten und schnellstmöglich zum Tierarzt gebracht werden.





So, nun hoffe ich, dass die hier aufgeführten Erkrankungen für Sie und Ihre Katze niemals zum Thema werden! Sollte es doch einmal der Fall sein, so wünsche ich Ihrer Katze alles Gute für ihre Genesung! In vielen Fällen sorgt Früherkennung für einen günstigen Verlauf, von daher möchte ich nochmal darauf hinweisen, wie wichtig es ist, schon bei kleinen Auffälligkeiten den Tierarzt aufzusuchen. Sie selbst kennen Ihre Katze am besten und werden merken, wenn mit ihr irgend etwas nicht stimmt. Vertrauen Sie dann auf Ihr Gefühl - es kann Ihrer Katze das Leben retten!